Oha, dieses Mal eine etwas größere Lücke seit meinem letzten Eintrag. Wo fange ich an?
Bis heute hatte ich Besuch, Johannes aus Karlsruhe war eine Woche da und es war ganz wunderbar. Gemeinsam mit ihm und Freunden war ich in Porvoo, der zweitältesten Stadt Finnlands. Porvoo ist ein schönes kleines Städtchen mit vielen bunten Häusern, einer alten Kirche, engen Gässchen und gemütlichen Cafés.





Letzte Woche habe ich ein Konzert einer Studentin der Siba besucht. Gaile ist aus Littauen und wurde von der littauischen Gemeinde in Helsinki eingeladen, ein Konzert zur Feier des Unabhängigkeitstages zu geben. Das Konzert fand unter dem weißen Dom statt, in den Katakomben. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie herzlich und freundlich die Littauener waren und mit welcher Würde, aber auch Fröhlichkeit sie an ihre Unabhängigkeit erinnerten. Und die Atmosphäre in dem Gewölbe ist wirklich besonders.


In der Siba läuft es richtig gut. Ich bin nach wie vor viel am Üben und jetzt beginnen die ersten Kammermusikprojekte gemeinsam mit anderen Studenten. Nächste Woche mache ich bei einem Meisterkurs für Flöte mit. Und ich hatte Probe mit meiner Klavierkorrepetitiorin Marja. Sie ist eine tolle Musikerin und hat viele, viele Ideen und Tips für mich. Mein Unterricht ist sehr, sehr gut und ich fühle mich wohl an der Akademie. Mein Flötenlehrer Matti plant einen Austausch mit der Flötenklasse aus Tallinn, was bestimmt super wird und im April fahre ich mit der Student Union nach Lappland. Langweilig wird's mir bestimmt nicht...
Allmählich werden die Tage länger, 8 Minuten pro Tag um genau zu sein. Ich bin über jeden Sonnenstrahl dankbar. Manchmal sieht es hier so aus:


Wobei es natürlich auch etwas hat, über das zugefrorene Meer zu laufen :-)

Es gab Änderungen im Projekt "Finnisch lernen". Der Uni-Sprachkurs war ziemlich flott und dabei aber auch ziemlich eintönig - wir haben fast nie gesprochen und sturr das Buch durchgearbeitet, welches eher mäßig ist. Ich war ziemlich unmotiviert dorthin zu gehen. Dann kam von der Siba das Angebot, an einem neuen Projekt mitzumachen: dem Language-Cafe. Das ist ein Sprachkurs für uns neue Exchange-Studis, in dem wir von der finnischen Sprachlehrerin Rakkel gecoacht werden. Sie unterrichtet eigentlich Englisch und Schwedisch an der Siba. Jetzt probiert sie das Cafe aus, in dem sie uns unterrichtet und sich Unterstützung von finnischen Studenten holt, die mit uns Finnisch üben. Und sie erzählt uns viel über die finnische Kultur und die Lebensweise. In zwei Wochen will sie mit uns Finnisch kochen, was ich großartig finde. Es macht Spaß, dort zu lernen.
So, jetzt hör ich mal wieder auf. Morgen bekomme ich Besuch von Dominik, juche :-)
Macht's gut, ihr Lieben und bis bald,
Eva

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